Das Urgestein der Schülerzeitung verlässt die LMS

Maria im Interview über ihre Zeit in der AG

Paula B. (Januar 2020) - Das Urgestein der Schülerzeitung und eine sehr gute Freundin von mir: Das ist Maria Frey. Ich bin froh, dass wir eine Möglichkeit gefunden haben, Maria ein paar Fragen zu stellen, bevor sie die Schule verlässt.

 

Wie bist du damals darauf gekommen, in die Schülerzeitung zu gehen?

Die AG klang sehr interessant und vor allem deshalb, weil ich selber gerne schreibe und lese.

 

Was hat dich dazu motiviert, so lange in der Schülerzeitung zu bleiben, obwohl die AG zwischenzeitlich auch mal leerer war?

Für mich gab es keinen Grund aufzuhören, da mein Job in der Schülerzeitung immer der gleiche war und zum Glück hat Frau Eiskamp schnell wieder neue Mitglieder motivieren können.

 

Hast du deine Artikel lieber alleine oder im Team verfasst?

Am liebsten schreibe ich meine Artikel alleine, denn dann kann ich einfach mein Ding machen und niemand beeinflusst mich.

 

Würdest du die AG an andere Schüler weiterempfehlen? Wenn ja, warum?

Ja natürlich! Ich würde die Schülerzeitung jedem empfehlen, der gerne kreativ ist und Spaß am Schreiben, Fotografieren und Videos drehen hat. Man hat sehr viele Freiheiten, egal, ob Lehrersteckbrief, Rezepte oder Vorstellung eines Projektes: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

 

Hatte die Schülerzeitung positive Auswirkungen auf deine schulischen Leistungen?

Das Teilnehmen an der AG hatte auf jeden Fall positive Auswirkungen auf mein Arbeits- und Sozialverhalten.

 

Woher hast du die Ideen für deine Artikel genommen?

Eigentlich von überall her. Sowohl in der Schule, als auch in meiner Freizeit habe ich viele Inspirationen gesammelt.

 

Wenn es an deiner neuen Schule wieder eine Schülerzeitung gäbe, würdest du mitmachen?

Ich muss mich zunächst auf meine schulischen Leistungen konzentrieren, da das Schulsystem in Baden-Württemberg ein ganz anderes ist und ich mich bestimmt erstmal daran gewöhnen muss.

 

Bist du traurig, nun aus der AG gehen zu müssen?

Ich bin insgesamt sehr traurig, diese Schule und meine Freunde verlassen zu müssen. Allerdings werde ich sicherlich häufig zu Besuch kommen und auch nochmal in der Schülerzeitung vorbeischauen.


"Die Idee kam vor den Sommerferien"

Ein Interview mit unserem Schulsprecher Jonas Rosenberg 2018/2019

Von Maria F. (Januar 2019)

 

Name: Jonas Rosenberg

Geburtsdatum: 30.10.2001

Klasse: H10

Hobbys & Interessen: Sport

Lieblingsfächer: Mathe & Sport

 

Wann und wie bekamst du den Wunsch oder die Idee Schulsprecher zu werden und hattest du vielleicht Bedenken?

Die Idee kam mir ein paar Wochen vor den Sommerferien. Mir war klar, dass ich dieses Schuljahr aktiver werden möchte. Selber für mich im Unterricht, aber auch im Schulverband. Ich wollte gerne zur SV gehen und insgesamt einfach mehr Engagement zeigen. Kurze Zeit später bin ich auf das Amt des Schulsprechers aufmerksam geworden und habe mich dann informiert was man da so macht. So bekam ich die Idee und über die Sommerferien hat sich das Ganze dann gefestigt.

 

Wie hast du das Amt erreicht?

Der Schulsprecher wird von allen Klassensprechern dieser Schule gewählt, wenn diese sich am Anfang des Schuljahres treffen. Dort werden die einzelnen Ämter, die besetzt werden können, vorgestellt. Da habe ich mich dann aufstellen lassen, mich vorgestellt und das gesagt, was ich in dem Moment als am besten geeignet empfand. Das kam bei den Klassensprechern auch ganz gut an und bei der Wahl am Ende habe ich dann mit leichter Mehrheit gewonnen.

 

Hast du irgendwelche Ziele? Möchtest du vielleicht irgendetwas verändern oder erreichen an unserer Schule?

Ein wirklich konkretes Ziel habe ich nicht, aber ich möchte schon, als generelles Ziel, versuchen den Standard der Schule noch weiter zu verbessern. Gegebenenfalls den Umgang zwischen Schülern und Lehrern und sonstige kleine Probleme, die es sonst so an der Schule gibt. Ein großes Problem hat unsere Schule meiner Meinung nach nicht, aber es gibt kleinere Dinge die den Schulalltag erschweren. Zum Beispiel wenn man Mülldienst hat, Müll einfach irgendwo hingeworfen wird und dann provokant gerufen wird: „Ey, heb jetzt den Müll auf, du hast Mülldienst!“ Das sind dann eher solche Dinge, die ich gerne ändern würde. Ich meine, wir sind ja keine Schule, wo wir jede Pause Schlägereien haben und all solche Probleme.

 

Was gefällt dir an unserer Schule und was nicht?

Was mir an der Schule gut gefällt, ist dieses extrem hohe Niveau. Die Lehrer sind alle sehr kompetent und engagiert, ihre Berufung auszuüben. Man hat kaum Lehrer bei denen man das Gefühl hat, dass der überfordert ist und das mit dem Unterricht nicht hinbekommt.

Der generelle Umgang zwischen Schülern und Lehrern ist auch super. Es gibt zwar mal den ein oder anderen respektlosen Kommentar von Schülern gegen Lehrer oder ein Lehrer sagt auch mal etwas, dass nicht so gut ist, aber so etwas passiert überall mal. Aber insgesamt gesehen, hat die Schule einfach ein sehr hohes Niveau. Auch vom Bildungsniveau her ist diese Schule Niedersachsenweit sehr gut und schneidet jedes Jahr auch so ab.

 

Was für Aufgaben hast du als Schulsprecher? Musst du zum Beispiel zu irgendwelchen Veranstaltungen?

Also an ‚Veranstaltungen‘ war bisher die Kreisschülerkonferenz, bei der sich alle Schulsprecher aus ganz Diepholz treffen. Diese Konferenz ist alle - soweit ich weiß - drei oder vier Monate. Da wird dann darüber gesprochen, wie es bei jedem an der Schule aussieht, also was die aktuellen Probleme sind und man tauscht sich darüber aus, was die und deren Schule gegen dieses Problem gemacht haben. Dort wurde ich außerdem zum Schülervertreter des Landkreises gewählt. Außerdem bin ich im Schulvorstand, der soweit ich weiß einmal im Monat tagt. Ansonsten bin ich als Schulsprecher SV-pflichtig. Das heißt, ich muss zur SV gehen, bei der ich teilweise auch die Gesprächsleitung übernehme und manches organisiere. Bisher monatlich ausgemacht ist das Treffen mit Herrn Böckmann, wo dann durch Lea - meine Stellvertreterin - und mich der Austausch zwischen Schülern und Schulleiter erfolgt. Wir erzählen ihm dann überwiegend das, was in der SV besprochen wird, zum Beispiel Dinge wie Fahrradständer oder kaputte Toiletten, was repariert, geändert oder angeschafft werden muss und was nicht von uns aus passieren kann. Ansonsten bleiben so kleinere Aufgaben, wie mal einen Streit zu schlichten, oder mal einem Schüler etwas von einem Lehrer zu bringen. Das sind dann so Aufgaben, die man einfach mal so bekommt, weil jemand weiß, der ist Schulsprecher und könnte die und die Verantwortung übernehmen.

 

Macht dir der Job, beziehungsweise das Amt Spaß?

Ja, zum Beispiel die ganzen Konferenzen und das Gerede mit viel formalem und bürokratischem Deutsch. Das gefällt mir gut. Also bis jetzt macht es mir Spaß, ich mache es gerne und bereue es nicht. Am meisten gefällt mir, glaube ich, das Treffen mit Herrn Böckmann. Vielleicht weil Herr Böckmann auch einfach ein sehr angenehmer Zeitgenosse ist.

 

Gefällt dir irgendetwas gar nicht?

Der Zustand der Schultoiletten.

 

Möchtest du später vielleicht auch beruflich etwas in diese Richtung machen?

Ja, das könnte ich mir sehr gut vorstellen. Zum Beispiel Politiker oder auch Lobbyist.

 

Hast du vielleicht noch irgendetwas, was du gerne sagen würdest?

Ich würde gerne an die gesamte Schüler- und Lehrerschaft appellieren, dass sie ihr Verhalten etwas verbessert, damit so Kleinigkeiten wie Gepatze gegen Lehrer weniger werden und wir alle eine schönere Woche haben. Daran kann man nur zusammen arbeiten.